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Kita-Suche: Damit Ihre Kinder gut aufgehoben sind

Kita Suche

Die Kita-Zeit bedeutet für Kinder und die Eltern einen neuen Lebensabschnitt. Entsprechend wichtig ist es, diesen Schritt frühzeitig zu planen. Worauf es bei der Auswahl der Kita ankommt, wie die Anmeldung funktioniert, was die Kinder erwartet – hier erklären wir die wichtigsten Punkte.

Wann sollte mein Kind denn in die Kita gehen?

Hierauf eine pauschale Antwort zu geben, ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Einfacher ist es vielleicht, sich der Frage von einer anderen Seite anzugehen: Ab wann kann mein Kind denn in die Kita gehen? Inzwischen ist das Angebot weit verbreitet, auch Kinder von unter einem Jahr in der Kita betreuen zu lassen.

Für viele Eltern ist das im ersten Moment keine leichte Entscheidung, einen Teil ihrer mütterlichen/väterlichen Pflichten an die Erzieher*innen zu übergeben. Auf der anderen Seite sprechen häufig wichtige Gründe dafür, den Schritt in die Kita eher früher als später zu gehen – nicht zuletzt die Einkommenssituation, die in vielen Fällen die Berufstätigkeit beider Elternteile erfordert.

Im Grunde genommen ist es eine persönliche Entscheidung, die alle Eltern für sich selbst treffen müssen. Emotionen und Unsicherheiten sind dabei ganz normal, aber: In der Kita warten schließlich echte Profis auf Ihr Kind, die sowohl Ihre Bedürfnisse als auch die Ihres Kindes in dieser so wichtigen Veränderung des bisherigen Lebens bestens verstehen und auffangen können.

Kann ich mir eine Kita aussuchen?

Auf diese Frage gibt es zwei Antworten, eine theoretische und eine praktische. Theoretisch sieht es seit dem 1. August 2013 folgendermaßen aus:

„(2) Ein Kind, das das erste Lebensjahr vollendet hat, hat bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege.
(3) Ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat bis zum Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung“.

So steht es in § 24 des Sozialgesetzbuches, aus dem sich der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ableitet. Der galt laut dem vorherigen Kinderförderungsgesetz zuerst für Kinder ab 3 Jahren, inzwischen wurde der Anspruch jedoch erweitert.

Ob Sie die Kita für Ihr Kind selbst aussuchen können, ist durch das „Wunsch- und Wahlrecht“ in § 5 des Sozialgesetzbuches geregelt. Es gesteht Eltern grundsätzlich zu, zwischen Einrichtungen und Diensten verschiedener Träger zu wählen und Wünsche bezüglich der Hilfeleistungen zu äußern – „sofern dies nicht mit unverhältnismäßigen Mehrkosten verbunden ist“.

So viel zur Theorie. In der Praxis ist das Wahlrecht jedoch häufig dadurch eingeschränkt, dass Kita-Plätze fehlen. Wünsche können natürlich immer geäußert werden. Als Eltern müssen Sie aber damit rechnen, dass es wegen des Platzangebots nicht immer möglich ist, Ihr Kind in der absoluten Wunsch-Kita unterbringen zu können.

Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Kita besonders achten?

Für mein Kind nur das Beste – das gilt selbstverständlich auch bei der Auswahl der Kita für den Nachwuchs. Allerdings spielt dabei der Familienalltag ebenfalls keine unerhebliche Rolle, etwa bei der Erreichbarkeit der Kita. So kommen schnell einige Punkte zusammen, auf die Sie im Vorfeld einer Anmeldung achten sollten:

  1. Die Öffnungszeiten lassen sich mit Ihren Arbeitszeiten gut vereinbaren oder sind für unterstützende Dritte – Großeltern beispielsweise – unproblematisch.
  2. Die Lage und die Verkehrsanbindung sind so gut, dass Sie die Kita sowohl von zuhause als auch vom Arbeitsplatz problemlos und schnell erreichen können.
  3. Es gibt eine gewisse Flexibilität, falls es in Ausnahmefällen beim Bringen oder Abholen einmal später werden sollte.
  4. Die Betreuung erfolgt im Rahmen der Gruppe individualisiert. Das heißt, Ihr Kind genießt bei der Gestaltung seines Kita-Tages und seinen Aktivitäten genügend Freiheiten, um seinen eigenen Interessen – basteln, malen, Rollenspiele etc. – nachgehen zu können.
  5. Bei der Besichtigung (diese unbedingt während der Öffnungszeiten durchführen) wirken Kinder und Erzieher*innen fröhlich und entspannt, es herrscht eine positive, harmonische Atmosphäre.

Ein entscheidender Punkt können zudem die unterschiedlichen Konzepte der Kitas sein. Das ist wiederum auch eine Frage, die Sie für sich beantworten müssen: Welche pädagogischen Richtlinien, welche Wertvorstellungen sind Ihnen wichtig und sollen Ihrem Kind vermittelt werden? Die Kita-Landschaft ist in dieser Hinsicht sehr vielfältig.

In Einrichtungen kirchlicher Träger beispielsweise spielen Glaubensinhalte und religiöse Erziehung selbstverständlich eine zentrale Rolle im Kita-Alltag. Daneben gibt es etwa mit Waldorf- und Montessori-Kitas ganz eigene pädagogische Herangehensweisen – obwohl diese Ideen (selbstbestimmte Entwicklung, etc.) durchaus auch in andere Kita-Konzepte einfließen können. Wald-Kitas stellen das Verhältnis zur Natur ins Zentrum der pädagogischen Arbeit. Es gibt also einige Möglichkeiten für Ihr Kind.

Was wird in der Kita an Kosten auf mich zukommen?

Kita und Kosten, das ist tatsächlich ein recht schwieriges und unübersichtliches Thema. Der Grund: Es gibt keine bundesweit einheitliche Regelung der Kostenfrage, zwischen den einzelnen Bundesländern bestehen teilweise erhebliche Unterschiede. Ein Überblick, wo der Kita-Platz für Ihr Kind noch beitragsfrei ist bzw. welche landesspezifischen Regeln gelten, bietet der Deutsche Bildungsserver (den Vergleich finden Sie hier unter Kita Gebühren im Vergleich)

Berlin etwa hat mit dem Kita-Gutschein eine Lösung gefunden, die die Tagespflege für alle Kinder kostenfrei macht. Eltern müssen nur den Verpflegungsanteil bezahlen und eventuelle zusätzliche Angebote. In Brandenburg und einigen anderen Bundesländern ist das letzte Kita-Jahr vor der Einschulung beitragsfrei, in Hessen gilt das vom 3. Lebensjahr bis zur Einschulung.

Die zu zahlenden Beiträge errechnen sich aus unterschiedlichen Faktoren:

  • Einkommenshöhe der Eltern
  • Umfang der Betreuung (Ganz- oder Halbtagsplatz, Mittagessen oder nicht)
  • Alter des Kindes
  • eventuelle Geschwisterkinder

Je nach Staffelung und Bundesland kann daraus eine Summe von mehreren hundert Euro entstehen. Es ist also ratsam, bei der Kita-Wahl auch die Kosten schon vorab im Blick zu haben, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt.

Wie sollte ich bei der Kitasuche und -anmeldung vorgehen?

Das kommt ganz darauf an, wo das Kind überhaupt angemeldet werden soll. Die Lage ist hier ähnlich wie bei den Kita-Beiträgen: sehr unterschiedlich. Das betrifft die Formalitäten der Anmeldung genauso wie die Anmeldezeiträume oder die Ansprechpartner.

Unterschiede bestehen sowohl regional wie auch zwischen den Einrichtungen. Wenn Sie Ihr Kind beispielsweise in einer privaten Kita anmelden möchten, sollten Sie das möglichst schon vor der Geburt des Nachwuchses beim jeweiligen Träger oder der Kita-Leitung direkt tun. In vielen Fällen – gerade bei städtischen Einrichtungen – ist wiederum das Jugendamt der richtige Ansprechpartner, wo es auch die notwendigen Anmeldeformulare gibt.

Ungeachtet dessen: Mit einem vorläufigen Platz auf einer Warteliste müssen Eltern überall rechnen. Vielfach können die Kitas den hohen Bedarf an Plätzen einfach nicht decken, selbst wenn sie dies gerne wollten. Um die Chancen zu verbessern, können Sie trotzdem einiges tun:

  1. Unter Umständen kann es ratsam sein, sich schon während der Schwangerschaft um einen Kita-Platz zu bemühen. Führt der Anmeldeweg über das Jugendamt oder erfolgt direkt bei einer kommunalen Kita, unbedingt die Fristen einhalten (üblich sind 2 bis 6 Monate, bevor die Betreuung beginnen soll).
  2. Melden Sie bei mehr als nur einer Kita Ihren Wunsch an, dort Ihr Kind unterbringen zu wollen. Auch das erhöht die Chancen, einen Platz zu bekommen.
  3. Falls Sie in einer Großstadt leben, sollten Sie auch die Einrichtungen in benachbarten Stadtteilen einbeziehen. Ist die Betreuung dann gewährleistet, können Sie entspannter an eine bessere – in dem Fall: nähergelegene – Lösung gehen.
  4. Informieren Sie sich in den regionalen/lokalen Medien, ob sich nicht doch irgendwo neue Kita-Plätze auftun. Lokalzeitungen, Kreisblätter und Rathausinfos oder die involvierten Institutionen selbst (d.h. vor allem die Jugendämter) berichten frühzeitig über Bau- oder Erweiterungsprojekte für Kitas. Möglicherweise ergibt sich daraus auch für Sie und Ihren Nachwuchs eine Chance.

Wie muss ich mir den Alltag in einer Kita vorstellen?

Die Arbeit in einer Kita ist überaus anspruchsvoll: Sowohl gesetzliche Regelungen – wie das kürzlich verabschiedete Gute-Kita-Gesetz – als auch die Anforderungen der Eltern sorgen dafür, dass die Kinderbetreuung höchsten Qualitätsstandards genügen muss. Mit der Ausdehnung des Rechtsanspruchs auf die Unter-3jährigen sind Ansprüche und Herausforderungen noch weiter gewachsen.

Ohne die umfassende Schulung wäre an einen Kita-Alltag, in dem individuelle Bedürfnisse gefördert und kleine, eigenständige Persönlichkeiten erzogen werden sollen, gar nicht möglich. Ein einigermaßen „typischer“ Tag in einer Kita kann in etwa so aussehen:

  • Kurz vor 7 Uhr erscheinen die ersten Erzieher*innen für den Frühdienst. Sie machen die Einrichtung startklar: Beleuchtung einschalten, Heizungen hochdrehen (sofern das notwendig ist), eventuell letzte Aufräumarbeiten, Vorbereitungen für die Verpflegung der Kleinen. Gleichzeitig nehmen sie die ersten Kinder in Empfang, die fürs Erste in sogenannten Auffanggruppen gemeinsam in den Kita-Tag starten.
  • Ab ca. 8 Uhr ist das Kita-Personal vollzählig. Die beste Gelegenheit, den Tag geschlossen durchzusprechen und besondere Aufgaben zu verteilen. Mit den bereits angekommenen und noch hinzukommenden Kindern nimmt der Betrieb langsam Fahrt auf.  
  • Dazu gehören auch die Frühstückszeiten. Da die Kleinen dabei manchmal etwas länger brauchen als ein durchschnittlicher Erwachsener, sind diese großzügig bemessen, damit jedes Kind in seinem Tempo frühstücken kann. Die anschließenden Morgenkreise stellen dann den gemeinschaftlichen „offiziellen“ Start in den Kita-Tag dar.
  • Der Vormittag ist dem spielerisch-pädagogische Teil vorbehalten. Dazu können Sport oder Aktivitäten auf dem Außengelände gehören, aber auch das selbstbestimmte Freispiel der Kinder oder themen-/jahreszeitbezogene Projekte.
  • Wichtiger Bestandteil für die Struktur des Tages: Die Mittagspause. Die Kinder haben hier die Gelegenheit, ihr Mittagessen einzunehmen, manche (mit Halbtagsplätzen) werden zu dieser Zeit von ihren Eltern abgeholt. Außerdem trifft die neue Schicht der Erzieher*innen langsam ein.
  • Nach dem Mittagessen kehrt Ruhe in den Kitas ein. Die kleineren Kinder schlafen, die größeren können es gleichtun oder an stillen Beschäftigungen (etwa Vorlesen) teilnehmen.
  • Nach der Mittagsruhe ist wieder Zeit für spielerisch-pädagogische Aktivitäten. Da der Tag noch lang ist, gehört in dessen zweite Hälfte vielfach auch eine kleinere Snackpause, um die Energievorräte der Kleinen aufzustocken.
  • Nachmittags, ungefähr ab 15.30 Uhr, stehen die Zeichen langsam auf Abschied. Die Erzieher*innen der Frühschicht haben dann ihr Soll erfüllt, außerdem stehen die ersten Eltern bereit, um ihren Nachwuchs abzuholen. Für die anderen Kinder klingt der Tag langsam zwischen letzten Spielen und Aufräumen aus.  
  • Gegen 17 Uhr (je nach Öffnungszeiten der Kita), endet in den meisten Kitas der Tag. Die Einrichtung wird sozusagen „heruntergefahren“, bei einem letzten Rundgang wird noch einmal geprüft, ob alles in Ordnung ist, dann werden die Türen bis zum nächsten Morgen abgeschlossen.

In dieser oder ähnlicher Weise verbringen die Kinder ihre Tage in der Kita. Die Tagesgestaltung soll ihnen genug Raum lassen, um eigene Interessen und Fähigkeiten zu entwickeln, gleichzeitig erlernen sie im Umgang mit den anderen Kindern und den Erzieher*innen die wichtigsten Grundlagen für das gesellschaftliche Miteinander. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die Einrichtungen nur in ihren pädagogischen Leitbildern voneinander. Das Wohl der Kinder und deren gesunde, individuelle Entwicklung steht in allen Kitas an erster Stelle.